-
Emil Berliner
Der Mann, der die Schallplatte auf den Weg brachte Wer heute eine Schallplatte aus ihrer Hülle nimmt, sie auf den Plattenteller legt und die Nadel in die Rille senkt, benutzt ein Prinzip, dessen Geschichte weit ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Einer der entscheidenden Namen dabei ist Emil Berliner. Seine Idee der flachen Schallplatte und die Entwicklung des Grammophons trugen wesentlich dazu bei, dass aus der Tonaufzeichnung schließlich ein Medium für viele Menschen werden konnte. Wer war Emil Berliner? Emil Berliner, in…
-
Gleichlaufschwankung
Eine Gleichlaufschwankung ist eine zeitliche Schwankung der Geschwindigkeit bei der Aufnahme oder Wiedergabe von Musik. Beim Plattenspieler führt sie dazu, dass die Tonhöhe geringfügig steigt und fällt. In technischen Daten wird dafür häufig der englische Begriff Wow and Flutter verwendet. Entscheidend ist, wie gleichmäßig die Musik wiedergegeben wird – neben der Frage, ob die durchschnittliche Drehzahl stimmt. Wie entstehen Gleichlaufschwankungen? Die Rille einer Schallplatte enthält das aufgezeichnete Musiksignal. Wird sie schneller abgetastet als vorgesehen, steigen Tonhöhe und Wiedergabetempo. Wird sie…
-
Innenrillenverzerrung
Innenrillenverzerrung bezeichnet hörbare Verzerrungen, die beim Abspielen einer Schallplatte gegen Ende einer Plattenseite auftreten oder stärker werden. Stimmen können scharf oder zischend klingen, Becken an Klarheit verlieren. Der Begriff beschreibt, wo das Problem auffällt; die Ursache kann sowohl in der Abtastung als auch bereits im Schnitt der Platte liegen. Warum sind die inneren Rillen anspruchsvoller? Eine Schallplatte dreht sich mit gleichbleibender Drehzahl. Weiter innen ist der Umfang einer Rillenumdrehung jedoch kleiner. Dadurch läuft die Rille dort langsamer unter der Nadel…
-
Matrixnummer
Wer eine Schallplatte aus der Hülle nimmt und genauer betrachtet, entdeckt zwischen dem Ende der Musik und dem Label häufig kleine Zahlen, Buchstaben, Symbole oder handschriftlich wirkende Zeichen. Diese Angaben befinden sich im sogenannten Auslaufbereich oder Runout. Ein wichtiger Bestandteil davon kann die Matrixnummer sein. Für das Abspielen der Platte spielt sie keine Rolle. Für Sammler kann sie dagegen ausgesprochen interessant sein. Denn sie hilft dabei, unterschiedliche Pressungen einer Schallplatte voneinander zu unterscheiden und manchmal sogar Hinweise auf deren Herstellung…
-
Mikrorille
Wer heute eine Schallplatte auflegt, denkt bei der feinen spiralförmigen Rille wahrscheinlich kaum darüber nach, wie entscheidend ihre Größe für die Geschichte der Vinylplatte war. Genau hier kommt die Mikrorille ins Spiel. Sie machte es möglich, deutlich mehr Musik auf einer Schallplattenseite unterzubringen als bei den älteren Schellackplatten. Ohne sie wären die klassische LP und damit das Musikalbum in seiner vertrauten Form kaum denkbar. Definition: Was ist eine Mikrorille? Als Mikrorille bezeichnet man die besonders fein geschnittene Schallplattenrille, die sich…
-
Moving Coil (MC)
Moving Coil (MC) bezeichnet ein Generatorprinzip für Tonabnehmer, bei dem kleine Spulen im Feld eines feststehenden Magneten bewegt werden. Die Bewegung der Abtastnadel wird dabei in eine elektrische Spannung umgewandelt. Der englische Name bedeutet „bewegte Spule“. MC beschreibt somit die Signalerzeugung im Tonabnehmer – nicht die Form oder den Schliff der Nadel. Wie funktioniert ein Moving-Coil-Tonabnehmer? Die Abtastnadel folgt den feinen Bewegungen der Schallplattenrille. Über den Nadelträger, auch Cantilever genannt, überträgt sie diese Bewegungen auf die Spulen des Generators. Im…
















