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T-Bone Walker – Every Day I Have the Blues: Blues mit frischem Groove
Manche Bluesplatten sind besonders interessant, weil sie einen Musiker zwischen zwei Epochen zeigen. „Every Day I Have the Blues“ gehört dazu. T-Bone Walker hatte die elektrische Bluesgitarre längst entscheidend geprägt, als er für dieses Album mit Produzent Bob Thiele zusammenarbeitete. Nun traf seine musikalische Sprache auf den kräftigeren, teilweise funkigen Sound der späten Sechziger. Genau diese Begegnung macht die Platte zu einer lohnenden Entdeckung. Ein Wegbereiter in einer veränderten Musikwelt Wer sich mit Blues und gitarrenorientiertem Rock beschäftigt, begegnet T-Bone…
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J.J. Cale – Troubadour: Die Kunst der musikalischen Zurückhaltung
Manche Alben beeindrucken durch große Arrangements, virtuose Soli oder eine aufwendige Produktion. Andere brauchen all das nicht. „Troubadour“ von J.J. Cale gehört zur zweiten Kategorie. Ein Album, das seinen ganz eigenen Rhythmus hat und gerade durch seine Zurückhaltung bis heute überzeugt. Ein Musiker, der nie im Mittelpunkt stehen musste J.J. Cale gehörte zu den Musikern, deren Einfluss weit über ihre eigene Bekanntheit hinausging. Der 1938 in Oklahoma City geborene Gitarrist, Sänger und Songwriter entwickelte einen Stil, der sich nur schwer…
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Robben Ford – Bringing It Back Home (Vinyl): Eine Platte zwischen Blues, Anspruch und der Kunst des Suchens
Es gibt Platten, die stellt man sich einfach ins Regal. Ein Klick, eine Bestellung, ein paar Tage später liegt sie auf dem Plattenteller. Und dann gibt es diese anderen Platten. Die, die man sucht. Bringing It Back Home von Robben Ford gehört für mich genau in diese Kategorie. Ich besitze sie noch nicht. Nicht, weil ich sie nicht möchte – ganz im Gegenteil. Sie steht ziemlich weit oben auf meiner Suchliste. Aber wie so oft im Vinylbereich entscheiden nicht nur…
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Robert Cray – Twenty: Ein Blues-Album, das nicht beeindrucken muss, um zu bleiben
Es gibt Alben, die wollen beeindrucken. Und es gibt Alben, die brauchen das nicht. Twenty von Robert Cray gehört ganz klar zur zweiten Kategorie. Wer hier ein Feuerwerk an Gitarrensoli oder spektakulären Blues-Ausbrüchen erwartet, wird vielleicht beim ersten Hören irritiert sein. Doch genau darin liegt die Stärke dieses Albums: Twenty ist ein Werk der Reife, getragen von einem Künstler, der längst nichts mehr beweisen muss. Ein Album, das sich Zeit lässt Robert Cray steht seit Jahrzehnten für eine ganz eigene…
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Weniger Glanz, mehr Gefühl: Believe von Albert Cummings
Manchmal sind es genau die Alben, die ohne große Vorankündigung ins Regal kommen, die einen besonders lange begleiten. Believe von Albert Cummings ist für mich genau so ein Kandidat. Kein großes Spektakel, kein überproduzierter Sound – sondern ehrlicher Blues-Rock, der direkt ins Ohr und noch direkter ins Gefühl geht. Blaues Vinyl mit Charakter Schon beim ersten Auflegen fällt natürlich das Vinyl selbst ins Auge: tiefblau, fast schon ein wenig hypnotisch, wenn es sich auf dem Teller dreht. Die limitierte 180g-Ausgabe…
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Dion – Stomping Ground: Ein Album, das sich Zeit nimmt
Es gibt Künstler, die begleiten einen ein Leben lang – und es gibt jene, die man erst spät wirklich versteht. Dion gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie. Bekannt geworden in den späten 50er- und frühen 60er-Jahren mit Doo-Wop und Rock’n’Roll, hätte seine Geschichte auch eine rein nostalgische bleiben können. Doch Stomping Ground zeigt etwas anderes: einen Künstler, der sich nicht auf seinem Erbe ausruht, sondern es weiterentwickelt – leise, unaufgeregt und mit beeindruckender Konsequenz. Das Album: Kein Rückblick, sondern…
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Mark Knopfler – The Ragpicker’s Dream – Wenn Musik Zeit braucht – und Vinyl der richtige Ort dafür ist
Ich jage keinen limitierten Pressungen hinterher. Meistens jedenfalls. Aber The Ragpicker’s Dream von Mark Knopfler war schwer zu bekommen. Zumindest so, dass es sich wirklich lohnt. Und irgendwann gibt es diesen Moment, in dem man nicht mehr abwägt, sondern entscheidet. Ich habe sie gekauft. Auch zu einem Preis, bei dem man kurz innehält. Nicht wegen der Limitierung. Sondern weil sich dieses Album genau so anfühlt: ruhig, unaufdringlich – und alles andere als beliebig. Wer Dire Straits im Kopf hat, muss…
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Mark Knopfler – One Take Radio Sessions auf Vinyl: Klang und Charakter einer besonderen Aufnahme
Ein Moment, ein Take – Mark Knopfler und die Kunst der Reduktion Es gibt diese Abende, an denen man nicht einfach nur Musik hören möchte. Keine Playlists, kein beiläufiges Nebenbei. Stattdessen ein bewusstes Hören, fast schon ein kleines Ritual. Das Licht ist gedimmt, vielleicht steht ein Glas Wein bereit, und wenn die Nadel schließlich die Rille berührt, entsteht genau dieser Moment, den man nicht planen kann. „One Take Radio Sessions“ von Mark Knopfler passt erstaunlich gut in genau solche Situationen.…
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Avi Kaplan – I’ll Get By: Wenn Musik wieder atmen darf
Es gibt Stimmen, die man nicht einfach hört – man spürt sie. Die von Avi Kaplan gehört genau dazu. Tief, warm und mit einer Präsenz, die nicht laut sein muss, um den Raum zu füllen. Vielen wurde sie erstmals bei Pentatonix bewusst, wo sie das Fundament des Sounds bildete. Doch genau dort wurde auch klar: Diese Stimme braucht mehr als nur ein Arrangement. Sie braucht Raum, Tiefe, Erdung. Mit „I’ll Get By“ geht Kaplan konsequent diesen Schritt. Weg vom perfekt…
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Gerry Rafferty – City To City: Mehr als nur ein vertrauter Song
Es gibt diese Songs, die einen schon sehr früh begleiten, ohne dass man sich bewusst mit ihnen beschäftigt. „Baker Street“ von Gerry Rafferty ist für mich genau so ein Stück. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie der Song früher regelmäßig im Radio lief. Dieses markante Saxophon – sofort eingängig, angenehm, fast beruhigend. Damals war es einfach nur ein Lied, das man gerne gehört hat. Mehr nicht. Erst viele Jahre später habe ich „City To City“ als ganzes Album…



























