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KI und Fotografie: Bitte trennt das
Ich habe zunehmend ein Problem damit, wie selbstverständlich KI-generierte Bilder zwischen Fotografien auftauchen. In Foto-Communitys und auf Social-Media-Plattformen begegnen mir Darstellungen, bei denen ich die Herkunft nicht ausreichend erkennen kann. Wurde diese Szene fotografiert? Oder hat ein Bildgenerator sie erzeugt? Für mich ist das eine wichtige Unterscheidung. Wenn ich eine Fotografie betrachte, interessiert mich neben ihrer Wirkung auch die Begegnung mit dem Motiv. Jemand hat etwas gesehen, Licht wahrgenommen und sich für einen Ausschnitt und einen Zeitpunkt entschieden. Bei einem…
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Wenn die Schallplatte nicht ist, was sie verspricht
Du findest ein Album, das Du schon länger suchst. Das Cover sieht vertraut aus, die Platte ist sogar noch eingeschweißt, und der Preis passt. Vielleicht handelt es sich um eine farbige Ausgabe, die Du bisher noch nicht gesehen hast. Ein schöner Fund – jedenfalls auf den ersten Blick. Doch auch Schallplatten werden gefälscht. Dabei geht es nicht nur um seltene Sammlerstücke. Eine nachgemachte Platte kann wie eine ganz gewöhnliche Ausgabe eines bekannten Albums aussehen. Genau das macht das Thema für…
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Vinyl und Streaming – warum ich mich nicht entscheiden möchte
Wenn ich eine Schallplatte aus dem Regal nehme, sie aus der Hülle ziehe, auf den Plattenteller lege und den Tonarm absenke, höre ich Musik anders. Nicht unbedingt besser – aber bewusster. Und trotzdem möchte ich auf Streaming nicht verzichten. Lange Zeit wurden Vinyl und Streaming gern als Gegensätze dargestellt. Hier das analoge, entschleunigte Musikhören, dort die digitale Welt, in der praktisch jede Musik nur einen Fingertipp entfernt ist. Für mich funktioniert diese Trennung nicht. Beides gehört inzwischen zu meinem Musikhören…
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Sadie Pfeifer – ein Kind in der Baumwollspinnerei
Als Lewis Hine am 30. November 1908 die Lancaster Cotton Mills in South Carolina besuchte, fotografierte er dort ein Mädchen bei der Arbeit. Sie hieß Sadie Pfeifer. Auf der Aufnahme steht Sadie zwischen den Spinnmaschinen. Hine hielt zu dem Foto fest, dass sie 48 Zoll groß war, etwa 122 Zentimeter, und bereits seit einem halben Jahr in der Baumwollspinnerei arbeitete. Ihr Alter nannte er in dieser Bildnotiz nicht. Warum Hine dort fotografierte Hine arbeitete für das National Child Labor Committee,…
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Welche Fotos bleiben? Warum ein gutes Foto nicht automatisch ein gutes Wandbild ist
Es gibt Fotos, bei denen weiß ich schon kurz nach der Aufnahme: Das gefällt mir. Vielleicht stimmt das Licht besonders gut. Vielleicht gefällt mir die Bildaufteilung oder ich habe endlich genau den Moment erwischt, auf den ich gewartet habe. Später am Rechner kommt noch die Bearbeitung hinzu. Kontrast, Farben, Schärfe – alles fügt sich zusammen. Manchmal gefällt mir ein solches Bild sogar so gut, dass ich es drucken lasse und an die Wand hänge. Eigentlich die höchste Auszeichnung, die ein…
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Der eigene Blick entsteht nicht nach Rezept
„Hört niemals damit auf zu Experimentieren und auszuprobieren!“Laura Helena Wenn aus Ausprobieren ein eigener Stil entsteht Irgendwann kennt man seine Kamera. Man weiß, welche Einstellungen funktionieren, hat vielleicht ein Lieblingsobjektiv gefunden und entwickelt seine Bilder nach einem vertrauten Schema. Das ist angenehm. Schließlich bedeutet Erfahrung auch, nicht jedes Mal bei null anfangen zu müssen. Doch genau darin kann eine kleine Falle liegen: Was zuverlässig funktioniert, wird schnell zur Gewohnheit. Und aus Gewohnheiten können Grenzen entstehen, die wir irgendwann gar nicht…
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Was siehst du, was andere übersehen?
„Fais apparaître ce qui sans toi ne serait peut-être jamais vu.“Robert Bresson Sinngemäß: „Mach sichtbar, was vielleicht ohne dich nie wahrgenommen worden wäre.“ Es gibt Sätze über Fotografie, die zunächst so selbstverständlich klingen, dass man kaum über sie nachdenkt. Natürlich machen Fotografen Dinge sichtbar. Schließlich ist genau das eine der offensichtlichsten Eigenschaften einer Kamera. Doch Robert Bressons Satz meint mehr als das bloße Abbilden dessen, was ohnehin vor der Kamera liegt. Interessant wird er durch zwei kleine Wörter: „ohne dich“.…
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Wie wird aus dem Farbnegativ ein „richtiger“ Positivabzug?
Wer ein Farbnegativ gegen das Licht hält, sieht zunächst wenig Vertrautes: helle Stellen erscheinen dunkel, die Farben wirken merkwürdig und über allem liegt ein orangefarbener Schleier. Erst im Fotolabor oder nach der Digitalisierung entsteht daraus wieder ein natürlich wirkendes Bild. Doch was ist dabei eigentlich „richtig“? Warum sieht dasselbe Negativ in verschiedenen Scanprogrammen unterschiedlich aus? Und welche Version kommt der ursprünglichen Aufnahme am nächsten? Die kurze Antwort lautet: Ein Farbnegativ enthält kein fertiges Positivbild. Es ist der Ausgangspunkt für eine…
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Sensorreinigung: Zwischen hilfreichem Tipp und gefährlichem Halbwissen
Ein kleiner dunkler Fleck taucht immer an derselben Stelle im Bild auf. Das Objektiv ist sauber, der Fleck bleibt. Der Verdacht liegt nahe: Staub auf dem Sensor. Also kurz ins Internet geschaut – und schon weiß man angeblich, wie es geht. Genau an diesem Punkt werde ich vorsichtig. Nicht weil eine Sensorreinigung grundsätzlich etwas wäre, das nur unter Laborbedingungen stattfinden darf. Sondern weil im Internet neben sehr guten Anleitungen leider auch erstaunlich viel Halbwissen zu finden ist. Und manches davon…
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AF-ON – die Taste, die ich lange ignoriert habe
Es gibt an modernen Kameras erstaunlich viele Tasten, denen man jahrelang kaum Beachtung schenkt. Manche davon braucht man tatsächlich nur selten. Bei anderen stellt man irgendwann fest, dass man sie vielleicht doch etwas vorschnell ignoriert hat. Bei mir gehört die AF-ON-Taste eindeutig zur zweiten Kategorie. Ich wusste natürlich, dass sie etwas mit dem Autofokus zu tun hat. Aber warum sollte ich zum Fokussieren eine zusätzliche Taste drücken? Schließlich funktioniert das über den Auslöser doch wunderbar: halb drücken, fokussieren, ganz drücken,…


























