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Wenn das Licht stimmt, darf die Kamera auch mal zweite Wahl sein
„Licht schlägt Technik.“ Es gibt diese Momente, in denen die fotografische Vernunft kurz Urlaub macht. Eine neue Kamera wird angekündigt, der Sensor kann noch ein bisschen mehr Dynamikumfang, der Autofokus erkennt vermutlich bald auch die Absichten des Fotografen – und plötzlich scheint das eigene Modell von gestern kaum noch geeignet, ein ordentliches Bild aufzunehmen. Dann fällt gern ein Satz, der die Sache wieder zurechtrücken soll: Licht schlägt Technik. Das klingt sympathisch. Schließlich kostet gutes Licht zunächst einmal nichts. Aber ist…
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Was ist eigentlich echte Fotografie?
Zwischen „Out of Cam“, Bildbearbeitung, Analog-Look und der Frage, wer das überhaupt entscheiden darf Es gibt Diskussionen in der Fotografie, die vermutlich niemals endgültig entschieden werden. RAW oder JPEG gehört dazu. Analog oder digital natürlich auch. Und irgendwann landet man fast zwangsläufig bei der ganz großen Frage: Was ist eigentlich noch echte Fotografie? Für manche ist die Sache ziemlich klar. Eine Fotografie entsteht in dem Moment, in dem der Auslöser gedrückt wird. Was danach kommt, ist Bearbeitung – und je…
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Warum fotografierst du?
Warum fotografierst du? Die Frage klingt zunächst ziemlich einfach. Vielleicht sogar ein wenig banal. Schließlich gibt es genügend offensichtliche Antworten: Weil es Spaß macht. Weil du Erinnerungen festhalten möchtest. Weil du schöne Bilder magst. Weil du gerne unterwegs bist. Vielleicht auch, weil du deine Bilder anderen zeigen möchtest. Aber wenn man etwas länger darüber nachdenkt, wird die Frage interessanter. Denn eigentlich fragt sie nicht danach, was du fotografierst. Sie fragt danach, warum du überhaupt die Kamera in die Hand nimmst.…
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Wenn der Himmel nicht mitspielt – oder vielleicht doch?
„Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Fotografen.“ Regen. Nebel. Ein grauer Himmel, der aussieht, als hätte jemand die Farbsättigung auf null gedreht. Vielleicht noch ein kräftiger Wind dazu, damit auch wirklich keine Lust aufkommt, die Kamera aus der Tasche zu holen. Und dann fällt dieser Satz: „Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Fotografen.“ Das klingt wunderbar entschlossen. Fast so, als müsse ein guter Fotograf aus jeder Wetterlage zwangsläufig ein großartiges Bild mit nach Hause bringen. Aber stimmt das…
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Nur ein Treffer? Die Sache mit der „korrekten“ Belichtung
„Eine korrekte Belichtung gibt es nur einmal.“ Auf den ersten Blick klingt das erfreulich eindeutig. Licht messen, die richtige Belichtung einstellen, auslösen – fertig. Irgendwo zwischen zu hell und zu dunkel muss schließlich dieser eine perfekte Punkt liegen. Nur verhält sich Fotografie selten so ordentlich. Schon die Frage, was eine „korrekte“ Belichtung eigentlich sein soll, führt mitten hinein in ein interessantes Missverständnis. Denn Belichtung lässt sich technisch messen. Wie ein Bild aussehen soll, lässt sich dagegen nicht mit einem Belichtungsmesser…
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Das beste Glas vor der falschen Kamera?
„Ein gutes Objektiv ist wichtiger als eine gute Kamera.“ Es ist ein Klassiker unter den Ratschlägen beim Kamerakauf: Spare lieber beim Gehäuse und stecke das Geld ins Objektiv. Schließlich macht das Objektiv das Bild – und die Kamera zeichnet es nur noch auf. Ganz falsch klingt das nicht. Schließlich muss jedes Licht, aus dem später unser Foto entsteht, zuerst durch das Objektiv. Trotzdem ist die Sache nicht ganz so eindeutig. Denn ein hervorragendes Objektiv hilft wenig, wenn die Kamera bei…
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Mehr Megapixel, mehr Bildqualität? Wenn die Zahl auf der Kamera wichtiger wird als das Foto
„Mehr Megapixel bedeuten bessere Bilder.“ Klingt zunächst logisch. Eine Kamera mit 45 Megapixeln nimmt schließlich deutlich mehr Bildpunkte auf als eine mit 20 oder 24 Megapixeln. Mehr Informationen müssten also zwangsläufig zu einem besseren Bild führen. Genau an diesem kleinen Wort „zwangsläufig“ beginnt das Problem. Denn Megapixel beschreiben zunächst einmal die Auflösung eines Bildes. Bildqualität ist dagegen das Ergebnis vieler Faktoren – und einige davon haben mit der Anzahl der Pixel erstaunlich wenig zu tun. Woher kommt der Gedanke? Die…
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Die beste Kamera? Hauptsache, sie ist nicht zu Hause
„Die beste Kamera ist die, die man dabei hat.“ Es gibt Kameras mit beeindruckendem Autofokus, großem Dynamikumfang und Objektiven, deren Preisschild einen kurz darüber nachdenken lässt, ob Fotografie wirklich das richtige Hobby ist. Und dann gibt es diese eine Kamera, die im entscheidenden Moment zu Hause im Schrank liegt. Genau hier setzt einer der bekanntesten Merksätze der modernen Fotografie an. Denn eine technisch hervorragende Kamera hat eine überraschend grundlegende Schwäche: Sie kann nur Bilder machen, wenn sie tatsächlich in Reichweite…
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Stille Beobachter in den Dünen – meine Fototour zur Gedenkstätte der Skagerrakschlacht
Die Gedenkstätte der Skagerrakschlacht westlich von Thyborøn kannte ich bereits von früheren Besuchen. Dieses Mal bin ich jedoch ganz bewusst mit der Kamera dorthin gefahren. Ich hatte eine fotografische Idee im Kopf: Im Mittelpunkt sollten nicht die Gedenkstätte als Ganzes oder die großen Granitsteine stehen, sondern die Betonfiguren, die an die bei der Schlacht ums Leben gekommenen Matrosen erinnern. Einzeln und in Gruppen, deutlich im Vordergrund oder nur unscharf dahinter. Mich interessierte, welche Beziehungen allein durch Perspektive, Bildausschnitt und den…
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Neue Kamera, bessere Fotos? Was technischer Fortschritt wirklich bringt
Es ist ein kleines Ritual geworden. Eine neue Kamera wird angekündigt und plötzlich kann das bisherige Modell erstaunlich wenig. Der Autofokus des Nachfolgers ist schneller. Der Sensor löst höher auf. Die Motiverkennung erkennt inzwischen nicht nur Menschen und Tiere, sondern womöglich auch deren Absichten. Die Serienbildgeschwindigkeit steigt, der Sucher wird besser und irgendwo arbeitet natürlich ein neuer Prozessor, der alles noch schneller und intelligenter macht. Und während man sich die Präsentation anschaut, entsteht beinahe zwangsläufig der Eindruck: Meine Kamera ist…

























