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Gerda Taro – Die mutige Fotografin des Spanischen Bürgerkriegs
Gerda Taro hatte nur wenig Zeit. Als sie im Juli 1937 im Spanischen Bürgerkrieg ums Leben kam, war sie gerade einmal 26 Jahre alt. Ihre Karriere als Fotografin hatte erst wenige Jahre zuvor begonnen. Trotzdem hinterließ sie Bilder, die heute zu den wichtigen fotografischen Dokumenten dieses Krieges gehören. Und doch wurde ihre Geschichte lange vor allem zusammen mit einem anderen Namen erzählt: Robert Capa. Das ist zunächst verständlich. Beide waren ein Paar, arbeiteten gemeinsam und beeinflussten sich gegenseitig. Aber es…
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Léonard Misonne – Wenn das Licht wichtiger wird als das Motiv
Manche Fotografien leben von einem außergewöhnlichen Motiv. Andere davon, dass im richtigen Augenblick das richtige Licht auf etwas eigentlich Alltägliches fällt. Bei Léonard Misonne gehörte das Licht nicht einfach zu einer gelungenen Aufnahme – es war eines ihrer wichtigsten Gestaltungsmittel. Nebel über einer Landschaft, nasse Straßen, Gegenlicht, Dunst und leuchtende Himmel prägen viele seiner Bilder. Dabei ging es Misonne nicht darum, die sichtbare Welt möglichst nüchtern und detailgetreu abzubilden. Seine Fotografien sollten eine Stimmung vermitteln. Damit gehört der belgische Fotograf…
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Lewis Hine
Fotografie als Werkzeug für soziale Veränderung Lewis Wickes Hine (1874–1940) gehört zu den bedeutenden Vertretern der sozialdokumentarischen Fotografie. Für ihn war die Kamera nicht nur ein Mittel, um die Welt abzubilden. Seine Fotografien sollten sichtbar machen, unter welchen Bedingungen Menschen lebten und arbeiteten – und damit gesellschaftliche Veränderungen unterstützen. Besonders bekannt wurde Hine durch seine Fotografien arbeitender Kinder in den Vereinigten Staaten. Tausende seiner Aufnahmen dokumentieren eine Arbeitswelt, die heute kaum noch vorstellbar erscheint. Vom Lehrer zum Fotografen Lewis Wickes…
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Sadie Pfeifer – ein Kind in der Baumwollspinnerei
Als Lewis Hine am 30. November 1908 die Lancaster Cotton Mills in South Carolina besuchte, fotografierte er dort ein Mädchen bei der Arbeit. Sie hieß Sadie Pfeifer. Auf der Aufnahme steht Sadie zwischen den Spinnmaschinen. Hine hielt zu dem Foto fest, dass sie 48 Zoll groß war, etwa 122 Zentimeter, und bereits seit einem halben Jahr in der Baumwollspinnerei arbeitete. Ihr Alter nannte er in dieser Bildnotiz nicht. Warum Hine dort fotografierte Hine arbeitete für das National Child Labor Committee,…
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William Klein – Wenn das perfekte Foto einfach zu langweilig ist
Manchmal ist ein Foto unscharf. Es ist körnig, der Kontrast ziemlich heftig, die Perspektive wirkt beinahe verzerrt und am Bildrand passiert etwas, das bei einer sorgfältigen Komposition vermutlich nicht dort gelandet wäre. Normalerweise suchen wir dann nach dem Fehler. Bei William Klein lohnt sich eine andere Frage: Was, wenn genau das die Stärke des Bildes ist? Klein gehörte zu den Fotografen, die Vorstellungen davon, was ein „gutes“ Foto zu sein hatte, ziemlich gründlich durcheinanderbrachten. Seine Aufnahmen aus den Straßen von…













