-
Entwicklungsdose
Die kleine Dunkelkammer für deinen Film Wer einen Schwarzweißfilm selbst entwickeln möchte, braucht erstaunlich wenig Ausrüstung. Ein Gegenstand ist dabei allerdings kaum wegzudenken: die Entwicklungsdose. Sie sieht zunächst unspektakulär aus – meist ein schwarzer Kunststoffbehälter mit Deckel und einer oder mehreren Spiralen im Inneren. Ihre Aufgabe ist jedoch entscheidend: Die Entwicklungsdose schützt den belichteten Film vor Licht und ermöglicht gleichzeitig, dass Entwickler, Stoppbad, Fixierer und Wasser an die Filmoberfläche gelangen. Ist der Film erst einmal richtig eingelegt und die Dose…
-
Fixierzeit
Wie lange Film und Fotopapier im Fixierer bleiben müssen Nach dem Entwickeln ist ein Schwarzweißfilm zwar entwickelt, aber noch nicht dauerhaft lichtbeständig. Würdest Du ihn jetzt einfach aus dem Entwicklungstank nehmen und dem Licht aussetzen, würden die noch vorhandenen lichtempfindlichen Silberhalogenide weiter reagieren. Genau hier kommt der Fixierer ins Spiel. Und mit ihm die Fixierzeit. Sie bestimmt, wie lange Film oder Fotopapier im Fixierbad bleiben müssen, damit die nicht entwickelten Silberhalogenide ausreichend entfernt werden. Klingt zunächst nach einem simplen Zeitwert…
-
Kippentwicklung
Bewegung in der Entwicklerdose Wer seinen Schwarzweißfilm selbst entwickelt, begegnet ziemlich schnell einer zunächst etwas merkwürdigen Anweisung: Die Entwicklerdose soll während der Entwicklung regelmäßig gekippt werden. Dahinter steckt kein Dunkelkammer-Ritual, sondern ein wichtiger Teil der Filmentwicklung. Diese Methode wird als Kippentwicklung bezeichnet. Durch die Bewegung wird die Entwicklerlösung immer wieder durchmischt und frischer Entwickler gelangt an die Filmoberfläche. Das trägt wesentlich zu einer gleichmäßigen und reproduzierbaren Entwicklung bei. Was ist Kippentwicklung? Als Kippentwicklung bezeichnet man eine Methode der chemischen Filmentwicklung,…
-
Rodinal
Der Klassiker unter den Schwarzweiß-Entwicklern Manche Produkte begleiten die Fotografie ein paar Jahre, andere ein paar Jahrzehnte. Und dann gibt es Rodinal. Der Schwarzweiß-Filmentwickler geht auf das Jahr 1891 zurück und wird in weiterentwickelter Form bis heute verwendet. Damit gehört er zu den großen Konstanten der analogen Fotografie. Seine lange Geschichte allein wäre allerdings noch kein Grund, heute einen Film damit zu entwickeln. Interessant ist Rodinal vor allem wegen seiner besonderen Arbeitsweise: Der Entwickler ist hoch konzentriert, wird für den…
-
Stoppbad
Wer einen Schwarzweißfilm oder ein Fotopapier klassisch entwickelt, begegnet mehreren chemischen Bädern. Eines davon hat eine unscheinbare, aber ziemlich eindeutige Aufgabe: Es sagt dem Entwickler, dass jetzt Schluss ist. Das Stoppbad befindet sich im klassischen Schwarzweißprozess zwischen Entwickler und Fixierer. Es beendet die Entwicklung möglichst schnell und verhindert zugleich, dass größere Mengen Entwickler in das anschließende Fixierbad gelangen. Was ist ein Stoppbad? Ein Stoppbad – gelegentlich auch Unterbrecherbad genannt – ist eine saure Lösung, die bei der klassischen Schwarzweißentwicklung nach…
-
Wie schmutzig war die analoge Fotografie wirklich?
Analoge Fotografie verbinden wir heute gern mit Entschleunigung. Mit dem Einlegen eines Films, dem bewussten Fotografieren und vielleicht sogar mit ein paar Stunden in der Dunkelkammer. Film statt Sensor, Entwickler statt Lightroom – irgendwie wirkt das fast wie ein Gegenentwurf zu unserer digitalen Welt. Nur eines gerät dabei leicht aus dem Blick: Ein Film ist kein besonders romantisches Stück Kunststoff. Damit wir überhaupt ein Negativ belichten können, braucht es eine empfindliche fotografische Emulsion. Es braucht Silberverbindungen, Gelatine und weitere Chemikalien.…














